Sanft, verbindlich, stur – Rudolf Walther

HarpprechtVALMER

NACHRUF Der Journalist Klaus Harpprecht ist gestorben. Bekannt wurde er als Korrespondent in den USA und in Frankreich – und als Redenschreiber von Willy Brandt

VON RUDOLF WALTHER

BERLIN taz | Von seinem Büro, in dem er von 1972 bis 1974 als Redenschreiber Willy Brandts arbeitete, sprach der gebürtige Schwabe Klaus Harpprecht immer mit sanfter Stimme als seiner „Schreibstube“. Bei manchem hätte man das altbacken empfunden, bei ihm nicht, denn das Sanfte, Verbindliche und zugleich eher Zurückhaltende gehört zu einem seiner Wesenszüge.Harpprecht wurde am 11. April 1927 in ein streng gläubiges evangelisches Stuttgarter Pfarrhaus hineingeboren, und vielleicht hat ihn diese familiäre Herkunft mehr geprägt, als er erkennen ließ.

Seine journalistische Tätigkeit begann er 1948 beim konservativ-christlichen Blatt Christ und Welt, zu dessen Gründern der durch seine Tätigkeit im Reichssicherheitshauptamt berüchtigte Giselher Wirsing gehörte, der nach dem Krieg im Spruchkammerverfahren sozusagen fabrikmäßig „entlastet“ wurde. Anfang der 1950er Jahre wurde Harpprecht Mitarbeiter beim Rias und entdeckte seine Affinität zu Amerika. In den 60er Jahren produzierte er zusammen mit seiner Frau Renate Lasker-Harpprecht, die Auschwitz und Bergen-Belsen überlebte, hochgelobte Dokumentarfilme und Reportagen für den WDR und wurde schließlich Amerika-Korrespondent für das ZDF.

Von 1966 bis 1969 leitete er den S. Fischer Verlag in Frankfurt und übernahm 1967 nebenamtlich die Chefredaktion des stramm antikommunistischen Monat, der ein Jahr zuvor als von der CIA finanziertes Projekt entlarvt worden war. Harp­precht blieb bis zur Einstellung der Zeitschrift 1971 Chefredakteur und verteidigte sein Engagement zeitlebens als Eintreten für die „westliche Freiheit“. So verbindlich Harpprecht im Umgang war, so stur konnte er in politischen Fragen sein.

Nach seiner Tätigkeit als Redenschreiber Brandts, über die er ein Tagebuch führte, das er 2000 veröffentlichen ließ, übernahm Harpprecht die Zeitschrift Geo und wurde schließlich 1982, ein Jahr nach der Wahl des Sozialisten François Mitterrand zum Staatspräsidenten, Frankreich-Korrespondent für die Wochenzeitung Zeit. Ein beachtliches Nebenprodukt dieser journalistischen Tätigkeit sind seine kenntnisreichen historischen Studien: über deutsche Revolutionäre in Paris („Die Lust der Freiheit, 1982) und den Intellektuellen und Kosmopoliten Georg Forscher (1990).

Nach seiner Pensionierung 1982 übersiedelte er nach Südfrankreich und arbeitete weiter als Publizist, insbesondere für die Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte sowie die Zeit und widmete sich schriftstellerischen Arbeiten. 1995 brachte er eine Thomas-Mann-Biografie heraus, die sich nicht nur gut verkaufte, sondern auch beachtliche Resonanz in der Fachwelt fand. Weniger erfolgreich war er mit seinem Bericht „Mein Frankreich. Eine schwierige Liebe“ (1999), das viele Rezensenten etwas zu betulich fanden.

Harpprecht stand der langjährigen Zeit-Herausgeberin Marion Gräfin Dönhoff zeitlebens nahe. 2008 widmete er ihr und ihrem Lebenswerk eine Biografie. Von 2007 bis 2010 gab er zusammen mit Michael Naumann „Die Andere Bibliothek“ heraus. Harpprecht wurde 1996 mit dem E.-Drexel-Preis und 2009 mit dem Lessing-Preis der Stadt Hamburg ausgezeichnet. Als besondere Ehrung empfand er die zweimalige Verleihung des angesehenen Theodor-Wolff-Preises – zuerst 1966, dann 2011. Gestern ist Klaus Harp­precht in La Croix-Valmer in Südfrankreich im Alter von 89 Jahren gestorben.

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Leserbrief:  Datum:     23.09.2016 13:52:41
Hi folks -

dachte schon – Nanu nix überzu Klaus Harpprecht.
Aber siehe da – im Archiv versenkt die klugen kenntnisreichen
Worte Rudolf Walthers.

e-taz Fehlanzeige – naja andere Liga!;))
Kommentieren kann frauman das auch nicht.

So dennn – so.

Merde – & wieder geht ein Guter!:(
Einer mit Humor Herz Geist & Witz & –
Was eine dazu passende Schreibe.

Irgendwo im geliebten Midi vorm Tresen gleich neben der Tür in ‘nem Café des Sports nippt er jetzt also  seinen Pastis.
Unbemerkt-hellwach zwischen den Leuten vom
Port Madeleine dort¿ – Vielleicht.
Sicher aber & Sonnenklar:
Schräges Licht – & seine Schreibe.
Gibt schmunzelnd Willy Feuer &
Sie högen sich – Helmut & Günter –
Hatten fluchtartig… – nein hatten das
Etablissement erst  gar nicht betreten – &
Mit Egon auf dem Barhocker – Auch sonnenklar. &

Alter Schlawiner – die Reihenfolge der
Damenwelt am Grab kein Problem – mehr –
Die meisten – wohl überlebt –
Bis auf Deine geliebte Renate. Mensch!
Eben. Schräges Licht.

Bon voyage – Klaus Harpprecht
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taz-kommune – Ja – leider tickt taz.de anders. Der Nachruf war ein guter – und Ihr Kommentar ebenfalls. Haben Sie ihn gekannt?
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Die Frage amüsiert mich –  aber leider nein!
Aber wie er nochmals rock around Willy – vor allem aber den mir so vertrauten Midi aufgeblättert hat –  Ist mir schlicht nahe gegangen.
lg karl k

Streichung des Beleidigungsparagrafen Gauck bremst

Joachim GauckDer Bundespräsident rät bei der Diskussion über die Abschaffung des Paragrafen zur Verunglimpfung des Staatsoberhaupts zur Zurückhaltung.

Das hätt er gern unser
Silberhäubchen el Dompaff
Da biste echt was ratlos & was baff –
Läßters ganz locker alles – unter runter –
Nach Lex Schörner – & Lex Gerstenmaier –
Nun Lex Gauck – Wat ´n flotter Dreier;))

http://www.taz.de/!5298196/#bb_message_3363254

 

Debatte Geschlechterverhältnis im Islam Die Ehre der Frauen – Charlotte Wiedemann

Hände vor dem HandschlagWie wichtig ist ein verweigerter Handschlag? Im Islam gibt es keine einheitliche Konvention. Die Debatte schürt islamfeindliche Ressentiments.

Guter Beitrag. & im übrigen –

Bitte nicht so naiv.
TV zu Iran-Atom-Abkommen –
Allgemeines geschäftiges Händeschütteln – & (ich dachte na??)
Genau – der Iran-Vertreter geht auf die EU-Unterhändlerin zu –
Sie streckt die Hand entgegen – &??
Er? – Streckt die Rechte aus – ja! –
Um sie Zentimenter vor ihrer Hand
In seine Linke zu nehmen!
Sie – wie ein begossener Pudel!
So geht!
(Diese Form der Mißachtung per NichtHandschlag ist –
Sauber eingeübt – & auf ein Minimum
Reduziert! Fällt nur Kundigen auf! ~>
Die Kamera schwenkt ungerührt weiter & No Comment!)

http://www.taz.de/!5291892/#bb_message_3361583

Kommentar Proteste gegen Cameron Das Ende des Zynismus – Ralf Sotschek

British Prime Minister Cameron attends a European Union leaders summit over migration, in Brussels
Seine Tage als britischer Premierminister sind gezählt: David Cameron wird seine Feigheit zum Verhängnis werden.

Danke für die klare Ansage –
Oxbridge & die Feigheit!

Der vorangegangene Beitrag dazu –
Abgrundtief apolitisch – ja gefällig –
Hatte mir – Mit Verlaub –
Schlicht die Sprache verschlagen!

http://www.taz.de/!5292896/#bb_message_3361581

Kolumne Der rote Faden Doof geboren ist keiner – Nina Apin

IdylleKolumne Der rote Faden – Doof geboren ist keiner

Statt feel-better-Geschwurbel ~>
“Man kann die Welt nicht ändern –
Aber die ein oder andere Schweinerei abstellen.” Georg Simmel
“It could be worse” & “I shouldn’t worry” – böllert Heinrich at his best –
Irisches Tagebuch – & klar –
Grips-Theater – immer!¡;()
So in etwa.

http://www.taz.de/!5292228/#bb_message_3361523

Debatte Geldpolitik Billiges Geld, billige Sprüche – Ulrike Herrmann

Leere GeldbörseIst EZB-Chef Draghi für die niedrigen Zinsen verantwortlich? Schön wär’s. Das Thema könnte die nächste Bundestagswahl beeinflussen.

Danke – klare Ansage.

Unser Gröfimaz der Vorsehung –
Hätte gern Benzino im EZB-Turm!
Dann könnte der Tramp endlich sein
Remake – The little Zéro – in 3D&HD –
Drehen ~> Das Bärtchen – wird wie
In Greece üblich ala Groucho –
Nur – Aufgemalt.
Einmarsch-Marsch – Heil Eusterlitsch.
In den Vorführpausen – werden
Salos aus Tomanien gereicht;)
Wenn alle rasiert sind – regnets Hynkel.
Alles chlor;)
Fin&Schulz!

http://www.taz.de/!5292672/#bb_message_3361533

Praktizierte Nächstenliebe in Berlin Das Heilige auf der Straße -Philipp Gessler

Christian HerwartzFast 40 Jahre lang stand seine Wohnungstür in Berlin-Kreuzberg jedem offen. Der Jesuit Christian Herwartz wird jetzt etwas Neues anfangen.

BERLIN taz | Ist das etwa der liebe Gott? Jedenfalls sieht der Obdachlose so aus – lange weiße Haare, Vollbart, wallendes Hemd und eine weite Hose. Etwas irritierend ist der zackige Spiegel, der an einer Schnur um seinen Hals baumelt, die nackten Füße stecken in Badeschlappen. Er drückt auf die Klingel der „WG Herwartz“ am Eingang des Hauses Naunynstraße 60, gleich neben der Kneipe Der Trinkteufel in Berlin-Kreuzberg.

Die Tür öffnet sich, ohne Nachfrage. Im dritten Stock steht die Wohnungstür auf, verschiedene, meist nicht mehr ganz junge Menschen, tragen Tassen und Teller in das WG-Wohnzimmer. Es ist Samstagmorgen, und wie immer samstags zwischen halb zehn und halb zwölf, ist jeder, der mag, zu einem offenen Frühstück eingeladen. An der langen Holztafel, an der etwa 15 Leute sitzen, ist noch ein Platz frei, neben Christian Herwartz. Der liebe Gott neben dem Heiligen von Kreuzberg.

Dass Herwartz ein Heiliger von heute sein könnte, das hat Pater Klaus Mertes mal angedeutet, ebenfalls ein mutiger Jesuit, der als Rektor des Canisius-Kollegs vor sechs Jahren den Missbrauchsskandal in seinem Gymnasium aufdeckte – und damit die katholische Kirche im Innersten erschütterte. Aber was ist schon heilig?

Charme einer Studi-WG
Beim Samstagsfrühstück thront Christian Herwartz jedenfalls ein wenig wie ein Buddha in der Mitte der Tischrunde – wer kann, bringt etwas zum Essen mit. Seit 1978 lebt der Priester in Kreuzberg.

Hier siedelte sich seine kleine Jesuiten-Wohngemeinschaft an, die noch heute den gemütlich-schmuddeligen Charme einer Studenten-WG besitzt und aus zwei übereinanderliegenden Dreizimmerwohnungen besteht. An den Wänden Poster, die ein Ende der Abschiebungen von Flüchtlingen fordern. In der Küche hängt über der Spüle eine Postkarte: „Niemand hat die Absicht, einen Flughafen zu bauen.“ Eine Spülmaschine gibt es nicht.

Christian Herwartz ist inzwischen der letzte Jesuit in der WG, sein Schweizer Mitbruder Franz Keller war Anfang 2014 nach Jahrzehnten in der WG gestorben.

Niemand in der WG wird gefragt, woher er kommt und warum er da ist. „Das ist eine Polizeifrage“, sagt Christian Herwartz mit un­erwarteter Schärfe
Die WG ist über die Jahre eine Anlaufstelle für alle geworden, die eine Bleibe für eine oder auch mehrere Nächte brauchen. Wenn die Wohnung nicht voll belegt ist, darf jeder bleiben, so lange er will. Manche blieben Jahre. Menschen aus fast 70 Nationen haben auf diese Weise in der WG Herwartz eine zeitweilige Unterkunft gefunden.

In der Tradition der Arbeiterpriester
Niemand wird hier gefragt, woher er kommt und warum er da ist. „Das ist eine Polizeifrage“, sagt Herwartz mit unerwarteter Schärfe, die man anfangs seiner sanften Stimme gar nicht zugetraut hätte. Der Jesuit schläft in einem Siebenbettzimmer mit den Leuten, die sich gerade in der WG aufhalten. Seit Jahrzehnten macht er das so. Weltweit gesehen, sei das doch völlig normal, erklärt er – und wenn er mal Ruhe oder Privatsphäre braucht, geht er eben für ein Stündchen in den Park.

Christian Herwartz, 1943 in Stralsund geboren, ist ein massiger Mann mit Halbglatze und langem weißen Bart – die ideale Besetzung für eine Klosterbräuwerbung. Er trägt Pulli und Hose – nichts, was anzeigt, dass er Priester ist, nichts, was ihn von anderen unterscheidet.

Seit mehr als 40 Jahren ist er Jesuit, aber keiner der vergeistigten Sorte. Das sieht man an seinen Händen: Es sind große Arbeiterhände, und das ist kein Zufall, denn Jahrzehnte lang war Herwartz ein Arbeiter. Nach dem Abbruch der Schule ging er – sein Vater war im Krieg U-Boot-Kommandant – in Kiel auf eine Werft und lernte Dreher. Später holte er das Abitur nach und arbeitete ab 1975 für drei Jahre in Frankreich als Arbeiterpriester.

Das Tattoo
Arbeiterpriester gab und gibt es vor allem in Frankreich, denn während des Kriegs folgten katholische Priester den nach Deutschland verschleppten französischen Zwangsarbeitern, um ihnen beizustehen. Dass sie Priester waren, durfte niemand wissen – sonst drohte ihnen das KZ. Noch heute halten Arbeiterpriester ihre Weihe in der Regel verborgen, da ihnen Entlassung droht, wenn ihre priesterliche Funktion im Betrieb öffentlich wird. Sie gelten oft als Sozialisten und Interessenvertreter der Belegschaft.

Auch Herwartz hielt seine Identität als Arbeiterpriester bei Siemens in Berlin bis zum Jahr 2000 geheim – dann wurde er entlassen. Der Priester, der sich selbst als „68er“ bezeichnet und schon mit RAF-Leuten in Haft saß, sieht sich als Antikapitalist. Den Mauerfall etwa bezeichnet er als „feindliche Übernahme“ des Ostens: „Der Kapitalismus hat gesiegt.“ Das Äquivalent zum Auftrag Gottes an Mose, sein Volk aus Ägypten zu führen, wäre heute vielleicht: „Du sollst Deutschland aus dem Kapitalismus führen“, überlegt Herwartz. Mose ist eine wichtige Figur im Denken des Jesuiten: Den brennenden Dornbusch, in dem Mose Gott erkannte, hat Herwartz sich auf seinen linken Arm tätowieren lassen.

Das Nichtfragen nach dem Woher und Wohin seiner Gäste ist Prinzip in der Herwartz-WG. Denn für manche hätte sich die Polizei sicher interessiert. Herwartz deutet auf das Bild eines vielleicht zehnjährigen blonden Mädchens auf der gegenüberliegenden Wand: Das Mädchen kam hierher, nach vier Monaten auf der Straße, mit ihrem Vater – juristisch gesehen, war es eine Entführung. Die alkoholkranke Mutter der Kleinen sollte nicht wissen, wo sie waren. Dem Mädchen drohte, erzählt Herwartz, der Missbrauch durch ihren neuen Stiefvater. Der war wegen solcher Taten schon verurteilt worden. Missbrauch, Flüchtlinge, Obdachlosigkeit, Haft – in all den Jahren haben sich durch die Gäste in der Kreuzberger WG viele Konflikte in der Gesellschaft früh abgezeichnet, sagt Herwartz.

Von Camara bis Woelki
Und vieles ist zum Weinen. Das Mädchen, das von seinem Vater entführt worden war und in der WG lebte, ist mittlerweile tot. Gestorben bei einem Brand in der Wohnung ihrer Mutter, zu der sie nach zwei Monaten in der WG doch zurückkehren musste. Es ist eine traurige Wand, an dem das Bild des Mädchens hängt. Hier befinden sich die Fotos der Toten der WG. „Sie sind alle noch da“, sagt Herwartz beim Frühstück.

Die Toten sind willkommen, die Lebenden auch – selbst wenn es kirchliche Würdenträger sind. In der Kreuzberger WG-Küche saßen schon der vorherige und der jetzige Erzbischof von Berlin, Woelki und Koch – oder etwa der linke Befreiungstheologe und Erzbischof Dom Helder Camara aus Brasilien. Er war der erste Oberhirte, der die WG besuchte, betont Herwartz. Das passt. Denn der Jesuit hält nicht viel von der verfassten katholischen Kirche in Deutschland: Sie sei praktisch die einzige katholische Kirche weltweit, bei der Geld und Glaube verheiratet seien, sagt er. Die Kirchensteuer habe eben „ihre Folgen“, ergänzt er trocken, „ohne sie wären wir viel freier“.

Exerzitien und Reisen
An diesem Samstagmorgen findet das vorerst letzte Frühstück mit Herwartz statt, am Ende dieser Woche will er nach fast 40 Jahren aus der WG ausziehen. Die Samstagsfrühstücke gehen weiter, nur eben ohne ihn. Als sein Mitbruder Franz vor zwei Jahren starb, wurde ihm klar, dass nun ein Generationswechsel nötig wird. Was er danach macht? „Eine Idee habe ich noch nicht“, sagt Herwartz. Er wolle eine kleine Lesereise für sein neuestes Buch machen, Exerzitien geben und sich bei Leuten bedanken, die ihn über so viele Jahre begleitet hätten. Eine davon ist eine Freundin, die in der WG wohnte und nun einen Bauernhof in Süddeutschland hat – der Hof mit ein paar Kühen findet sich als kleines gemaltes Bild an einer Wand des Wohnzimmers. Es sieht nach Heimat aus.

Beim Frühstück taucht plötzlich Alain auf, ein schmächtiger, klappriger Mann, der gerade aus dem Krankenhaus entlassen wurde. Er war todkrank. Alain bricht fast die Stimme, als er sagt, er hätte doch noch einmal vorbeikommen wollen. Herwartz führt ihn mit seinen riesigen Händen fast zärtlich zu einem freien Stuhl. Um ihn aufzuheitern, singt ein indischer Gast mit eindrucksvoller Stimme am Frühstückstisch ein bengalisches Liebeslied. Niemand versteht ein Wort, alle verstehen alles.

Mit einigen Mitbrüdern hat Herwartz die interreligiösen „Straßenexerzitien“ entwickelt, die mittlerweile weltweit praktiziert werden. Ein Thema, über das er sich gerne auslässt. Die Idee dahinter ist, sich für diese geistigen Übungen nicht ein paar Tage lang in ein ruhiges Kloster mit Vollpension in einer idyllischen Landschaft zurückzuziehen. Sondern genau das Gegenteil zu versuchen: eine Meditation, eine Reflexion, vielleicht sogar das Erlebnis einer Gottesnähe im Lärm, im Dreck und im Elend der Großstadt zu suchen – etwa vor dem Abschiebegefängnis in Grünau, wo Herwartz mit anderen seit vielen Jahren gegen die deutsche Flüchtlingspolitik demonstriert und betet.

Das Fremde zulassen
In einem Aufsatz zum jüngsten von Christian Herwartz herausgegebenen Buch hat das Pater Mertes einmal so beschrieben: „Auf der Straße gibt es Gut und Böse, Begegnung und Gewalt. Die Gewaltverhältnisse, die die Armen auf die Straße drücken, wiederholen sich auf der Straße. Doch mittendrin kann ein Dornbusch brennen, der nicht verbrennt, mittendrin auf der Straße, wo alles offen liegt.“

Es gehe dabei darum, sagt Herwartz, wie Mose vor dem brennenden Dornbusch die Schuhe auszuziehen, was bedeutet: sich ungeschützt einzulassen auf den Ort oder die Begegnung, die fremd ist, aber heilig sein könnte. Herwartz sucht das Heilige auf der Straße. Er findet es in jedem Menschen.
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Danke. Beeindruckend.
Feines Teil.
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@JUSTIN TEIM(->Cooler Typ!

http://www.taz.de/!5292699/#bb_message_3361515

 

Einbrüche in Deutschland Mehr als 500.000.000 Euro Schaden

EINBRUCHTÜReswareinmal-aprilHausratsversicherer haben 2015 über eine halbe Milliarde Euro an Opfer von Einbrüchen ausgezahlt. Das ist die höchste Summe seit Anfang der 90er-Jahre.

Na Servus!

“… Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) will anschließend nähere Details präsentieren. Er fordert laut „Welt am Sonntag“ „mehr finanzielle Mittel für die Beratungsstellen der Polizei und eine noch bessere staatliche Unterstützung für den Einbau von Sicherheitstechnik“.…”

Klar – Kasse – statt Klasse!
Klassenkampf – that’s going on!

Einbruch ist kein Pappenstiel! Aufgesprengte Tür – Aber das –
Hörte de Nachbar – Ich – Klinik! Kacke!!

Schonn – aber auch Heinrich Zille – wa!
“Na – wie geht es denn deinem Bruder – dem Paul?”
“Ach dem – dem jehtet jut. Der hat grad wieder nen Laden uffgemacht!”
“Ach – versteht der denn was von Verkaufen?!” “Aber doch nich so –
Frau Habekuss – doch mit dem Brecheisen!”
& remember ~>
Als in den 20ern die Reichsmark in den Keller – die  Arbeitslosenzahlen in die Höhe schnellten & Schilder  “Ich nehme jede Arbeit an” das Straßenbild prägten –  Darüber erzählte ming Mouder04 als  Fürsorgerin im Roten Wedding von den  Kletter&Einbruchsspezialisten! Aber Hallo! Profis – durch die Bank!
“Na Jung –  was sollten die denn auch machen?  Ohne Arbeit – auch mal ohne Papiere! Verhungern?!!”

Ergo – Wer quer durch die etabliert-bürgerlichen Parteien & ihrer Politikaster – allerspätestens mit Hartz IV – et al – in geradezu krimineller Weise & sehenden Auges endgültig eine gespaltene  Gesellschaft installiert hat – Kann sich doch nicht wundern!! Daß der ständig wachsende Anteil der Abgehängten – klar – Zu den bewährten Mitteln greift!
kurz – Die via Banken Militär usw usf Milliarden-Verbrenner dürfen getrost –
Den Rand halten. Aber sowas von! Alles selbst serviert!
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@WU(->Da klopft die Armut an. Mit Brecheisen.

http://www.taz.de/!5291691/#bb_message_3357019

Reaktion auf „russische Aggression“ USA verlegen Panzer nach Osteuropa

US Panzer in den Coleman BarracksDie USA planen die Verlegung einer Panzerbrigade nach Osteuropa. Konkrete Einsatzorte werden nicht genannt. Die Reaktion Russlands lässt nicht lange auf sich warten.

Geschätzter @Albrecht Pohlmann (&et al)
Mit “Wenn alles sitzen bliebe” – &
der “Karawane den Hunden & dem Mond” – Will ich Ihnen erst gar nicht kommen.
Aber TAZ¿¡ – mal anders gewendet ~>
Wenn bei den Grünen nur noch Christian Ströbele – & “selbstermannt” via Direktmandat!! – einsam das Fähnlein der Kriegsgegner schwenkt
Dann ist kein Grund zur Rechtfertigung. Punkt!!
Den Hund – trefflich den anderen überlassen.
Sondern nüchtern zu konstatieren – Diese Lage spiegelt die taz dreist & mühelos. & Ende nicht in Sicht.
Diekmannisierung der taz by Klaus Theweleit! & Friede ist mit ihnen! &
Vorneweg – Die Renegaten – Die
exK-/AO-ler & sonstige Schrägschisser!
Einmal hirnvernagelter Kirchenersatz
Immer more & more from this!
Wiederkäuer – nur die Farbe wechselt! Die Reihe ist doch lang.
Stamokap-Schröder Schrägschiß-Antje & die exK-ler Trittin Kretschi et al.……bitte selber einsetzen – danke!
Kretschi tut gar Beede – für Angie!!
(Die wollte mit Dubbelju sogar Mitmarschiere im Irak!!)
Da verwundert als Dauerbasher & – pusher z.B. ein JAFJAF doch nicht wirklich – & andere adornieren dreist
Flankierend. So what! Mit Karl Kraus –
Gornet erst ignorieren.
kurz – locker bleiben;)
Alles andere trübt den Blick!
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KLAUSK
gestern, 10:33@LOWANDORDER “Kretschi tut gar Beede – für Angie!!”
Kretschischwäbisch: “Kretschi bähdad fihr Enschi.”

Und sonst?
Genial kommentiert, Lowandorder.
————–
;) – Sie wissen doch – Schummel mich so durch;)
Wie im richtigen Leben;!¡)
—————————-

@TAGTEST(->

@APOKALYPTIKER “…breite Bretter vor’m Kopf sind gut für den allgemeinen Durchblick , ersparen einem den Optiker und Therapeuten .”

Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung.

Meine Zusatzempfehlung: Die Bretter bemalen mit Heiligenschein für Putin, umgeben von süßen Engeln, die rosenumrahmte Schildchen mit der Aufschrift “Nur Mitglieder der Partei ‘Die Linke’ kommen ins Paradies” hochhalten. Und am Rand vielleicht noch den Erzengel Michael mit dem Hinweis: “Paradies geschlossen für Schumatskys und US-Bots!”…;-)…
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sorry – aber Ihr Teakholzbrett -Stammt aber ganz offensichtlich – Aus dem Kalten Krieg! Jürgen Becker hat mal abschließend – Für Religionen (& ähnliche Vernageltheiten;) gesagt: “Daß is wie mit nem Haus – Ab & an – muß mal Renoviert werden!” & so – Ihr hiesiges longselling Ritardando – …
kurz – Frohes Schaffen! Einfach wird das nicht!;))

@TAGTEST(->@LOWANDORDER Ich befürchte, Sie müssen in Bezug auf den Kalten Krieg seit der Putin’schen Aggressionspolitik in Osteuropa in Kategorien der Gegenwart denken.
Entsprechend schlage ich Ihnen unter Bezug auf Jürgen Becker vor, dass Sie erst einmal Ihr eigenes Haus argumentativ in Schuss bringen und den Status der Realitätsverweigerung verlassen…;-)…
—————–
Geit chlor – maln Test die Tage;) Wie sagte es ihr Vor- & Wiedergänger de Sandalinista “Nimm dein Brett & wandle;))”
Aber wissen schonn – “Das Auge sieht alles – Außer sich selbst!” & Mit Mengzi – “Es gibt die Wirklichkeit – Das ist nicht zu bestreiten – Aber Wahrheiten – also
Meinungen über die Wirklichkeit – Gibt es unendlich viele!”
kurz – in aller Bescheidenheit – Always at your service!
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Herr – wirf Hirn vom Himmel! Nach Raketen im Vorgarten -Panzer vor die Haustür! Friedensfürst Obama – Entstellt sich abschließend – Zur Kenntlichkeit!
kurz – Abgang ist überall!
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@GRAUZONE(->@LOWANDORDER “Ami, go home!” hieß es früher mal – als es noch Leute gab, die sich nicht alles gefallen lassen wollten.
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@KLAUSK(->@GRAUZONE Die fühlten sich aber mehr als besetzte Kriegsverlierer, weniger als Befreite, und waren daher auch deutlich haselnussig eingefärbt.
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@SCHULLE UND STULLE(->Ist eine Brigade viel oder wenig? Gibt es irgendwie Vergleichswerte? Beispielsweise wieviel Kampffahrzeuge die US-Armee in Afghanistan nutzt oder damals in den beiden Irak-Kriegen.
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Das beantwortet sich deutlich anders  – Als bei der Schwyzer Armee –
Denn da lautet die Frage bekanntlich –
“Wollen Sie einen Panzer¿ –  Oder alle zwei?!”

http://www.taz.de/!5291335/#bb_message_3356953
eastwood

 

Trauerfeier für Guido Westerwelle Letzter Abschied in Köln

Trauerfeier für Guido WesterwelleBei einem Gottesdienst haben viele Menschen des früheren Außenministers und FDP-Politikers Guido Westerwelle gedacht. Er starb im März an Krebs.

Du radelst in der Sonn vorbei –
Huch – was denn? so viel Polizei?
Welch scheene Leich ist auf Melaten
So schwerbewacht dahin geraten?
Na & erst am lecker Weindepot
Ein Studi sagt’s mir so nettadrett
“Westi! – Na der – war doch so nett!” – &
Wichlaf sang “Nett sind sie alle –
Vorsicht Falle” – “Gewiß – so so!”
Gewiß – Gewiß – de ahl Narziss;)

———–
Ja wie? – hab ich doch – Echo –
die Süße – oh – oh – oh –
Glatt vergessen – …gessen &
So – “War Narziß denn – Schön¿!”;)

(Wie immer liegt die Wahrheit –
Im Auge des Betrachters – &
Nicht – Im Spiegel!;)

http://www.taz.de/!5291663/#bb_message_3356985

http://blogs.taz.de/lottmann/2016/04/02/der-etwas-andere-nachruf-hans-dietrich-genscher-und-guido-westerwelle/

http://m.taz.de/!5113193;m/
Germany Foreign Minister